Bürgermeisterwahl
am 5. Februar 2017

Meine Kandidatur


Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,


die Wahl des Bürgermeisters steht kurz bevor. Sie ist – wie immer – eine wichtige Wahl, denn sie entscheidet über nichts Geringeres als die soziale, kulturelle und wirtschaftliche Zukunft unserer Marktgemeinde. Mit anderen Worten: Sie bestimmt unsere Wohn- und damit auch Lebensqualität.

Viele Projekte sind bereits begonnen und werden in absehbarer Zeit fertiggestellt. Hierfür seien beispielgebend die Errichtung eines Ärztehauses oder die Schaffung von über einhundert Wohnungen genannt. Private Investoren und junge Familien konnten dafür gewonnen werden, weil sie Vertrauen in unsere Gemeinde haben und sie wertschätzen.

Andere Projekte befinden sich noch in der Planung oder gerade in der Umsetzung und müssen in den kommenden Jahren realisiert werden. Dazu gehört zum Beispiel die Wahrung unserer historischen Gebäude, die es zu erhalten und zu nutzen gilt. Die Erneuerung eines großen Teils unserer Schule mit dem Neubau des Mittelgebäudes und einer Turnhalle steht ebenso an wie die Versorgung der heimischen Unternehmen und der Bevölkerung mit einem noch schnelleren Internet. Wir brauchen gemeindeweit Glaserfaseranschlüsse!

Das alles sind aber nur einige der wichtigen Neuerungen und Projekte. Es gibt eine Vielzahl anderer Investitionen, die es zu verwirklichen gilt, weil auch sie von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung unserer Gemeinde sind und unentbehrliche Faktoren darstellen, wenn es darum geht, die Großgemeinde fit für die Zukunft zu machen.

Küps spielt verkehrstechnisch für den Landkreis Kronach und für ganz Oberfranken eine herausragende Rolle, da sich hier zwei Bundesstraßen kreuzen, die beide vor dem Ausbau stehen. Ich mache mich stark für eine gemeindeverträgliche Lösung der B 173 im Ortsbereich von Küps und Oberlangenstadt. Weiterhin trete ich ein für den regelmäßigen Halt des Regionalexpress in Küps, damit unsere Marktgemeinde auch für Bahnkunden attraktiv bleibt.

Stärken werden wir unser soziales Netz. Mit den Krippen und den Kindergärten haben wir bereits ein sehr gutes Angebot, das wir weiter bedarfsgerecht anpassen. Das Betreuungsnetzwerk geht weiter über die Grundschulen in Küps und Johannisthal und die Mittelschule Küps. Die Stichworte lauten „Flexible Grundschule“, „Offene Ganztagsbetreuung“, „Gebundene Ganztagsbetreuung beim M-Zug“, der Mittlere-Reife-Zug und Jugendsozialarbeit an unseren Schulen. Mit einer zügigen und angemessenen Renovierung und Erneuerung der Küpser Schule und der alten Turnhalle werden wir den nötigen Rahmen für eine gute, zukunftsfähige Bildung schaffen. Das außerschulische Angebot soll in Zusammenarbeit mit der vhs fortentwickelt werden.

Künftig soll für unsere Neugeborenen Begrüßungspakete geben, die den Eltern überreicht werden. Familienfreundlichkeit soll einen noch höheren Stellenwert bekommen. Die ärztliche Versorgung und möglichst die Neuansiedlung von Fachärzten liegt mir sehr am Herzen. Hier werde ich mich engagiert für einen Ausbau einsetzen.

Gemeinsam mit der Aktionsgemeinschaft und örtlichen Firmen wollen wir die Marke „Küps“ für unseren Einwohner stärken und auch in der Region bekannter machen.

Darüber hinaus wird ein Energiesparprogramm kommen müssen mit dem Ziel, alle von der Gemeinde genutzten Leuchtmittel, vor allem die Straßenbeleuchtung, in LED umzurüsten, um gleichzeitig auch Kosten zu sparen.

Die Gemeinde wird sich um ein Mobilitätskonzept bemühen, um sicherzustellen, dass ältere Menschen ohne eigenes Fahrzeug ihren Arzt aufsuchen und Besorgungen machen können.

Wenn die heimische Industrie wachsen soll und sich neue Unternehmen hier ansiedeln wollen, müssen Bauland und Gewerbeflächen zur Verfügung gestellt werden. Dass Firmen ebenso wie private Haushalte moderne DSL-Anschlüsse haben müssen, habe ich schon oben betont. Nur so kann man der Abwanderung entgegenwirken und für neue Bürger und Unternehmen attraktiv sein.

Andererseits brauchen wir dringend ein Leerstandsmanagement, denn gerade in den alten Ortskernen stehen viele Häuser und Wohnungen ungenutzt. Es muss weiterhin lokale Heimat- bzw. Ortspflege initiiert werden, um das historische Verständnis und die Liebe zur Heimat zu fördern.

Zu den mittelfristigen Planungen gehört eine Neustrukturierung des Küpser Ortskerns unter dem Motto „Ort schafft Mitte“. Ziel ist die Schaffung eines Zentrums für alle. Darüber hinaus gilt es, weitere Dorferneuerungs-maßnahmen auf den Weg zu bringen. Kein Ortsteil darf vergessen werden!

Längst überfällig ist ein Friedhofskonzept, denn die Bestattungstradition hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Angepasste Urnengräber, Baumgräber oder Urnenwände sollen in Zusammenarbeit mit den Kirchen, den Obst- und Gartenbauvereinen und interessierten Bürgern errichtet werden.

Die Gemeinde wird sich bürgernäher geben und führt wieder Bürgerversammlungen in den Gemeindeteilen durch. Erstmals wird mindestens einmal jährlich eine Sitzung des Marktgemeinderates in einem Gemeindeteil und damit außerhalb des Rathauses stattfinden.

Viele Ehrenamtliche bringen sich in zahlreichen Vereinen und Verbänden sowie den Hilfsorganisationen bereits stark ein. Es ist eine der Kernaufgaben, dieses ehrenamtliche Engagement nach Kräften zu fördern. Mit Ehrenabenden oder einem Ehrenamtspreis soll der freiwillige Einsatz stärker gewürdigt werden.

Küps hätte touristisch einiges zu bieten. Vorab ist ein Konzept mit realistischen Zielsetzungen erforderlich, nach dem die Gemeinde den Fremdenverkehr ankurbeln kann. Gemeinsam mit den Nachbargemeinden in der Kooperation „Kronacher Land“ wollen wir dieses Ziel anstreben.

Dies sind ebenfalls nur einige Punkte, die ich mir auf die Agenda gesetzt habe.

Für die Realisierung aller Projekte sind enge Kontakte nach Kronach, München, Berlin und Brüssel wichtig. Ich biete Ihnen ein dichtes Netzwerk an, das ich mir in jahrzehntelanger Arbeit in der Kommunalpolitik aufgebaut habe. Gemeinsam mit unseren gewählten Abgeordneten und den direkten Kontakten in die Ministerien werde ich etliches bewirken können.

Es gibt also viel zu tun, und vieles kann nur verwirklicht werden, wenn alle – und damit meine ich nicht nur die Marktgemeinderäte der verschiedenen Fraktionen und politische Partner, sondern alle Bürgerinnen und Bürger – ihren Beitrag leisten, indem sie ein Vorhaben unterstützen. Ich wünsche mir aktive Bürgerbeteiligung. Dass Ihr Mitwirken, in welcher Art auch immer, von mir geschätzt wird, das verspreche ich Ihnen schon heute.

Ihr

Bernd Rebhan